Bundestag besorgt über Anwachsen von Datenbeständen

Es ist die Frechheit des Jahres, dass die Leute – die am Liebsten die totale Überwachung hätten – besorgt über anwachsende Datenbestände sind. Das sind auch die gleichen Leute, die das Veröffentlichen von geklauten Daten bei Wikileaks verurteilen und das Kaufen von geklauten Daten (Steuersündercd) begrüßen. Das ganze zeigt wiedermal, dass unsere Abgeordneten kaum Kenntnis davon haben, über was sie abstimmen – eigentlich kann man sich für „unsere“ Abgeordneten nur fremdschämen! Mir fehlen die Worte, deshalb ein paar Meinungen aus dem Heiseforum.

Dazu hier ein paar Ausschnitte aus dem Heiseforum.

Zitat Anfang:
Das ist schon richtig putzig: Der Bundestag ist über das
„unafhörliche Anwachsen“ von Datenbeständen besorgt. Ausgerechnet
jene gekaufte Mischpoke, die mit den Slogans „Datenschutz ist
Täterschutz!“ und „Wer nix zu verbergen hat, hat auch nix zu
befürchten!“ eine immer ausuferndere Überwachung des stinkenden
Pöbels (spöttisch von den Gekauften „mündiger Bürger“ genannt)
forciert und daraus resultierend immer grössere Datenbestände
ansammeln lässt (Gen-Datenbank,
Anti-Terror-Datenbank, etc.).

Welch böse Ironie.

Die „Besorgnis“ der Gekauften über das „unaufhörliche Anwachsen von
Datenbeständen“ wirkt auf mich wie das angewiderte Zeigen auf kleine
Köttel vor anderen Leute Häusern, aber den riesigen zum Himmel
stinkenden Misthaufen hinterm Bundestag bemerken die Gekauften nicht
mal mehr.

MfG
Der Provokant

Vorratsdatenspeicherungspflicht, Zugiff auf Bankdaten, Verkauf der
zwangsweise erfaßten Daten von Einwohnermeldeämter, Zwangseinführung
der Gesundheitskarte (damit wird nicht das Foto und die Adressdaten
auf der Karte kritisiert), Elena, Elster, Biometrischer Ausweis mit
„Zusatzfunktionen“, Vollautomatische Mauterfassung die irgendwann
auch PKWs erfaßt, Abhör- und eVerkehrmitlesbefugnis.
Und da soll man sich über Streetview und Werbeanrufe von „Unbekannt“
noch wundern?
rhood


Zitat Ende:

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